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Newsletter vom 30.01.2026

Sehr geehrte Interessierte an den Edelmetallmärkten,

noch bis Samstag ist Berlin die Welthauptstadt der Numismatik, denn die größte Münzenmesse der Welt öffnet ihre Tore. Mit Spannung wird erwartet, welche Folgen die Preisentwicklung von Gold und Silber für die Münzenbranche hat. Einerseits dürfte die Aufmerksamkeit, die Edelmetalle inzwischen auch in der Tagespresse erhalten, förderlich für den Verkauf von Sammlermünzen sein. Andererseits können die Prägestätten und Distributoren nicht mehr sicher ihre Produkte kalkulieren und es werden Preisschwellen überschritten, die schwer vermittelbar sind.

Wir freuen uns sehr, dass wir vor Ort gleich mehrere Vorträge auf der „Live Stage“ halten und wertvolle Insights in den Edelmetallmarkt liefern dürfen. Einerseits geht es um die die aktuelle Lage auf dem Goldmarkt, andererseits widmen wir uns den Platinmetallen. Zudem blicken wir auf das Gold der Deutschen und analysieren die wechselhafte Beziehung der Bundesbank zu ihren Goldbeständen.

Ab sofort informieren wir Sie bis zum ZFE 2026 einmal pro Woche über die wichtigsten Entwicklungen rund um die Veranstaltung und die Edelmetallmärkte.

Mit den besten Grüßen aus Frankfurt

Wolfgang Wrzesniok-Roßbach & Corinna Schmitz
für das Organisationsteam ZukunftsForum Edelmetalle

Thema der Woche: Überlastet der Rekordpreis für Silber zunehmend den Handel?

Der weiterhin rapide ansteigende Silberpreis bringt Händler zunehmend in Bedrängnis: In den USA gehen immer mehr Händler dazu über, bestimmte Silberprodukte nicht mehr anzukaufen. Sie berichten von Kapazitätsproblemen bei der physischen Abwicklung eingehender Ware. Nach Branchenangaben dauert es inzwischen drei bis vier Wochen, bis angelieferte Sendungen überhaupt geöffnet und verarbeitet werden. Der Rückstau besteht selbst dort, wo zusätzliches Personal eingestellt wurde und an Samstagen gearbeitet wird – ein Hinweis darauf, dass das aktuelle Marktvolumen die vorhandenen Abwicklungsstrukturen völlig überlastet.

Die Engpässe wirken sich zunehmend auf den laufenden Geschäftsbetrieb aus und sorgen in den USA dafür, dass beispielsweise „Junk Silber“, also historische Silbermünzen ohne Sammlerwert und mit Gebrauchsspuren, wegen des vergleichsweise hohen Prüfaufwandes bei immer mehr Händlern nicht mehr angekauft werden. In der Folge wird der reguläre Betrieb teilweise eingeschränkt, etwa durch temporäre Schließtage oder reduzierte Öffnungszeiten an einzelnen Wochentagen.

Beobachter werten diese Entwicklungen als Symptom einer prekären Marktphase im physischen Edelmetallhandel der USA. Händler berichten, dass das historisch rekordverdächtige Preisniveau für Silber dazu führt, dass die Amerikaner ihre Keller und Dachböden nach verwertbarem Silber durchforsten. Doch die Masse des Recycling-Silbers, das inzwischen auf den Markt geschwemmt wird, ist offenbar für die Händler zunehmend ein Problem. In Deutschland ist ein Ankaufsstopp aktuell nicht zu beobachten, allerdings haben die Aufgelder neue Extremwerte erreicht.

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Speaker der Woche: Dr. Jürgen Michels (BayernLB)

Die Weltwirtschaft bewegt sich in einem Umfeld, das gleichzeitig von geopolitischen Konflikten, strukturellen Transformationsprozessen, hoher Staatsverschuldung und einer geldpolitischen Phase nach dem Inflationsschock geprägt ist. Wachstum, Stabilität und Finanzierungskosten stehen dabei in einem Spannungsverhältnis, das sich nicht mehr mit klassischen Zyklen erklären lässt.

Die Finanzmärkte reagieren auf diese Gemengelage zunehmend sensibel. Seit 2025 ist sichtbar, dass sich die Zeit scheinbar klarer Leitplanken – expansive Geldpolitik, niedrige Zinsen, berechenbare Globalisierung – ihrem Ende nähert. Stattdessen bestimmen Unsicherheit, Volatilität und politische Einflussfaktoren die Marktmechanik. Die Zinspolitik bleibt zwar ein zentrales Steuerungsinstrument, wirkt jedoch weniger eindeutig, da sie zugleich Inflationsrisiken, Konjunkturabkühlung und Finanzstabilität adressieren muss. Die Frage lautet daher nicht mehr nur, wie stark Märkte wachsen, sondern unter welchen Bedingungen dieses Wachstum überhaupt tragfähig ist.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Leitfrage neu: Wohin marschieren Wirtschaft und Finanzmärkte? Geht es in Richtung einer Phase strukturell schwächeren Wachstums bei höherer Volatilität? Oder gelingt es, durch technologische Produktivitätsgewinne, Investitionen und institutionelle Anpassungen neue Stabilität zu schaffen? Entscheidend ist dabei weniger der kurzfristige Ausblick als das Zusammenspiel von Geldpolitik, Fiskalpolitik, Demografie und geopolitischer Ordnung.

Für diese makroökonomische Einordnung steht Dr. Jürgen Michels, Chefvolkswirt der BayernLB. Als langjähriger Beobachter und Analyst globaler Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklungen verbindet Michels volkswirtschaftliche Analyse mit der Perspektive eines großen europäischen Finanzinstituts. Sein Fokus liegt dabei auf strukturellen Trends, geldpolitischen Wirkungsmechanismen und den Wechselwirkungen zwischen Realwirtschaft und Finanzmärkten.

Im Mittelpunkt seines Beitrags steht nicht die Prognose einzelner Marktbewegungen, sondern die strategische Einordnung der aktuellen Lage: Welche Kräfte treiben Wachstum und Inflation mittel- bis langfristig? Wo liegen die Risiken für Finanzmärkte und Staatshaushalte? Und welche Anpassungen sind erforderlich, damit wirtschaftliche Stabilität unter veränderten globalen Bedingungen erhalten bleibt? Dabei geht es ebenso um die Grenzen klassischer Steuerungsinstrumente wie um die Frage, welche Rolle Vertrauen, Institutionen und politische Handlungsfähigkeit künftig spielen.

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Warum dieses Thema den Rahmen des ZukunftsForum Edelmetalle prägt

Das ZukunftsForum Edelmetalle versteht sich als Plattform für Einordnung statt Momentaufnahmen. Die Frage nach der Marschrichtung von Wirtschaft und Finanzmärkten bildet dafür einen zentralen Ausgangspunkt, weil sie die Grundlage für alle weiteren Diskussionen über Geldwertstabilität, Anlageentscheidungen und systemische Risiken liefert. Eine fundierte volkswirtschaftliche Perspektive schafft den notwendigen Rahmen, um Edelmetalle nicht isoliert, sondern im Kontext gesamtwirtschaftlicher Entwicklungen zu betrachten – und macht deutlich, warum makroökonomische Orientierung ein unverzichtbarer Bestandteil der Debatte im März 2026 in Frankfurt ist.

Unsere Partner: Gold & Co

Der Handel mit Gold ist vor allem eins: Vertrauenssache. Dieses Vertrauen entsteht durch langjährige Beziehungen. Diese Erkenntnis steht im Mittelpunkt der Philosophie von Walter Hell-Höflinger, dem Gründer des Edelmetallhandels „Gold & Co.“ in Wien. Gold ist sein Herzensthema: Als Sachverständiger leistet er wichtige Grundlagenarbeit zur Aufklärung über Goldfälschungen. Als Veranstalter des Netzwerk-Events „GOLD CONNECTED“ ist es sein Anliegen, mit Partnern und Wegbegleitern einmal jährlich das Gold und die Beziehungen zu feiern, die Edelmetalle zwischen Menschen schaffen. Und als Händer hat er eine besondere Freude daran, mit kreativen und bisweilen frechen Werbemotiven in der Wiener Medienlandschaft auf Gold aufmerksam zu machen.

Die Gold & Co Luxury Goods Handels GmbH wurde im Jahr 2012 gegründet und entwickelte sich in der Folge rasch zu einem aktiven Akteur im Wiener Edelmetallhandel. Der Gründer Walter Hell-Höflinger, allgemein beeidigter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Edelmetalle und Europäischer Gemmologe, bringt mehrere Jahrzehnte Branchenerfahrung sowie eine über 130-jährige Familientradition in der Goldschmuckerzeugung und im Edelmetallhandel in das Unternehmen ein. Gold & Co betreibt drei Wiener Filialen: In 1090 Wien (Währinger Straße 48), 1030 Wien (Landstraßer Hauptstraße 8) sowie 1220 Wien (K1 Einkaufszentrum, Kagraner Platz).

Die Besonderheiten des Unternehmens liegen in der persönlichen und beratungsintensiven Betreuung von Kundinnen und Kunden, der Kombination von klassischem Edelmetallhandel mit individuellem Service sowie der engen Verknüpfung von Handel und traditionellem Fachwissen. Gold & Co betreibt neben dem klassischen An- und Verkauf von Gold, Silber und anderen Edelmetallen mehrere Filialen in Wien und bietet maßgeschneiderte Beratung, Bewertung von Schmuck und Altgold sowie Unterstützung bei Anlageentscheidungen – ein Ansatz, der sich bewusst von unpersönlichen Bank- oder Online-Abwicklungen unterscheidet.

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Das ZukunftsForum Edelmetalle als Forum - auch für Sie !

Das ZukunftsForum Edelmetalle bietet Unternehmen und Institutionen die Möglichkeit, sich als Partner zu präsentieren und die Veranstaltung aktiv mitzugestalten. Partnerschaften ermöglichen Sichtbarkeit vor einem hochrelevanten Fachpublikum, eine prominente Platzierung in den Kommunikationskanälen sowie Zugang zu exklusiven Austauschformaten. Sie möchten die Zukunft des Edelmetallmarktes mitprägen und Ihre Expertise in einem professionellen Umfeld einbringen? Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme und stellen Ihnen gern die verschiedenen Modelle vor.

Jetzt planen: Exklusive Einblicke bereits vor dem ZukunftsForum Edelmetalle 2026 gewinnen

Zum Auftakt des ZukunftsForums Edelmetalle laden wir Sie herzlich zur Welcome Reception in die NFT Skybar im 47. Stock des ONE Towers in Frankfurt ein – mit weitem Blick über die Stadt und Raum für erste Gespräche in entspannter Atmosphäre. Die Welcome Reception findet von 17:00 bis 19:00 Uhr statt und ist für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ZFE inklusive. Unternehmen sind ausdrücklich eingeladen, auch weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitzubringen. Bitte beachten Sie: Die Teilnahme erfolgt nach dem Prinzip "First come, first serve": Die Kapazität ist auf maximal 200 Personen begrenzt. Eine frühzeitige Anmeldung wird daher empfohlen.

Ihr zusätzlicher Vorteil: Mit Ihrer Ticketbuchung erhalten Sie zudem einen Link, über den Sie auf das begrenzte Zimmerkontingent unserer Partnerhotels, wahlweise NH Collection Frankfurt Spin Tower oder nhow Frankfurt, zugreifen können. Nutzen Sie die Gelegenheit, direkt nach dem Ticketkauf auch Ihr Hotelzimmer zur exklusiven Event-Rate von nur 139 Euro inklusive Frühstück zu buchen !

Im Blick behalten: Aktuelles vom ZukunftsForum Edelmetalle

Ob neue Trends im Edelmetallmarkt, spannende Hintergrundberichte oder Hinweise auf kommende Veranstaltungen – wir halten Sie ganzjährig informiert über alles, was die Branche bewegt.

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Partner - Neues von unseren Unterstützern

Wir bedanken uns ausdrücklich bei unseren starken Branchenpartnern beim ZukunftsForum Edelmetalle 2026. Sie haben mit ihrem Engagement einen aktiven Beitrag dazu geleistet, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein in dieser Form in der DACH-Region einmaliges Programm bieten zu können.

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