Newsletter vom 14.01.2026
Sehr geehrte Interessierte an den Edelmetallmärkten,
gut zwei Monate vor dem ZukunftsForum Edelmetalle laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Programm, Abläufe und Inhalte nehmen spürbar Gestalt an – und mit jeder Rückmeldung aus dem Kreis der Speaker, Partner und Unterstützer verdichtet sich ein Eindruck, der uns in unserer Arbeit bestärkt. Immer wieder hören wir denselben Satz: Ein Forum wie dieses hat gefehlt. Ein Ort, an dem Edelmetalle nicht nur als Produkt, sondern als wirtschaftliches, politisches und gesellschaftliches Thema ernsthaft diskutiert werden.
Genau diesen Anspruch verfolgt das ZukunftsForum Edelmetalle. Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen, aktuelle Entwicklungen einzuordnen und Raum für sachlichen Austausch zu schaffen – jenseits von kurzfristigen Marktreaktionen oder Schlagzeilen. Dass dieses Konzept bereits in der Vorbereitungsphase auf so breite Zustimmung stößt, verstehen wir als Bestätigung und als Verpflichtung zugleich, ein Forum zu gestalten, das dem Thema und den Erwartungen gerecht wird.
Ab sofort informieren wir Sie einmal pro Woche über die wichtigten Entwicklungen rund um das ZFE und die Edelmetallmärkte.
Mit den besten Grüßen aus Frankfurt
Wolfgang Wrzesniok-Roßbach & Corinna Schmitz
für das Organisationsteam ZukunftsForum Edelmetalle
Thema der Woche: Besiegelt Donald Trump das Ende der Unabhängigkeit der US-Notenbank?
In vielen Marktkommentaren war zu Jahresbeginn zu lesen, dass das Aufwärtspotenzial für Gold begrenzt ist - es sei denn, die US-Regierung verschafft sich Kontrolle über die Notenbank. Am 12. Januar wurde daraufhin öffentlich, dass das US-Justizministerium (DOJ) eine strafrechtliche Untersuchung gegen Fed-Chef Jerome Powell eingeleitet hat. Powell erklärte, die Fed sei mit Grand-Jury-Vorladungen (subpoenas) konfrontiert worden, verbunden mit der Drohung einer Anklage. Powell wertete das Vorgehen ausdrücklich als politischen Druck auf die Notenbank und als Angriff auf ihre Unabhängigkeit.
Ein stärkerer Einfluss der US-Regierung auf die Fed wäre für Gold in der Regel bullish, weil er das Vertrauen in eine datenbasierte, unabhängige Geldpolitik schwächt. Märkte preisen in so einer Lage typischerweise eine höhere Risiko- und Inflationsprämie ein: Wenn Investoren befürchten, dass Zinsen künftig politisch statt makroökonomisch gesetzt werden, steigen Unsicherheit und Nachfrage nach „politisch neutralen“ Wertaufbewahrungsmitteln – Gold profitiert. Zusätzlich kann die Erwartung entstehen, dass die Fed unter Druck früher oder stärker lockert (niedrigere Zinsen) – das senkt tendenziell die Realrenditen und belastet den US-Dollar, beides Faktoren, die Gold üblicherweise unterstützen. Genau diese Mechanik war am 12. Januar bereits in der Marktdebatte sichtbar: Analysten warnten vor beschädigter Fed-Unabhängigkeit, der Dollar gab nach, und Gold reagierte fest.
Speakerin der Woche: Ruth Crowell (LBMA)
Gold ist zurück im Zentrum der geldpolitischen Debatte. Während Notenbanken über Jahrzehnte hinweg als verlässliche Verkäufer galten, hat sich dieses Bild in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Zentralbanken rund um den Globus bauen ihre Goldreserven aus – teils aus währungspolitischen, teils aus geopolitischen Motiven. Der Trend ist bemerkenswert stabil und wirft eine zentrale Frage auf: Steht das internationale Währungs- und Reservesystem vor einer strukturellen Neuordnung, in der Gold wieder eine strategischere Rolle einnimmt?
Im Mittelpunkt dieser Entwicklung stehen nicht kurzfristige Preisbewegungen, sondern langfristige Überlegungen zu Stabilität, Vertrauen und Souveränität. Gold ist keiner politischen Entscheidung unterworfen, trägt kein Emittentenrisiko und entzieht sich direkten Zugriffen. In einer Welt wachsender Staatsverschuldung, zunehmender geopolitischer Spannungen und fragmentierter Handelsbeziehungen gewinnt genau dieser Aspekt an Bedeutung. Für Investoren, Marktteilnehmer und politische Entscheidungsträger stellt sich damit weniger die Frage nach dem „ob“, sondern nach dem „warum“ und den möglichen Folgen dieser Entwicklung.
Eine fundierte Einordnung dieser Verschiebung liefert Ruth Crowell, Chief Executive der London Bullion Market Association. Als Vertreterin der zentralen Institution des internationalen Goldhandels analysiert sie die Rolle der Zentralbanken aus einer globalen Perspektive – jenseits nationaler Einzelinteressen. Dabei geht es nicht nur um Kaufvolumina, sondern um Marktmechanismen, Transparenz, Liquidität und Vertrauen in bestehende Handelsstrukturen.
Crowell ordnet die aktuellen Entwicklungen als Teil eines langfristigen Prozesses ein, in dem Gold zunehmend wieder als strategischer Vermögenswert betrachtet wird. Verkäufe, die früher zur aktiven Reservepolitik gehörten, verlieren an Bedeutung. Stattdessen rückt die Absicherung gegen systemische Risiken in den Vordergrund. Diese Neubewertung hat Auswirkungen auf den physischen Markt ebenso wie auf regulatorische Fragen, auf Lagerhaltung, Refinanzierung und die Rolle etablierter Handelsplätze.
Warum dieses Thema den Rahmen des ZukunftsForum Edelmetalle prägt?
Die Rolle der Zentralbanken ist ein Schlüsselthema für das Verständnis der Edelmetallmärkte insgesamt. Ihre Entscheidungen beeinflussen Angebot, Nachfrage und Marktpsychologie – und setzen Rahmenbedingungen, an denen sich private und institutionelle Akteure orientieren. Dass dieses Thema beim ZukunftsForum Edelmetalle 2026 prominent diskutiert wird, unterstreicht den Anspruch der Veranstaltung, nicht nur Marktbewegungen zu kommentieren, sondern strukturelle Entwicklungen einzuordnen.
Die Frage, ob Gold dauerhaft wieder stärker in den Fokus staatlicher Reservepolitik rückt, ist damit weit mehr als ein Spezialthema für Fachkreise. Sie berührt Grundfragen von Geldordnung, Vertrauen und wirtschaftlicher Stabilität – und bildet den Auftakt für viele weitere Diskussionen rund um Gold, Silber und die Platinmetalle im März 2026 in Frankfurt.
Unsere Partner: HM Precious Metals
HM Precious Metals steht als globales, führendes Unternehmen in der Edelmetallbranche und als Platin-Partner des ZukunftsForum Edelmetalle für das, was in der Branche vor allem „hinter den Kulissen“ Wert schafft – die industrielle Verarbeitung, Rückgewinnung und Bereitstellung von Edelmetallen. Das 1845 als Heimerle + Meule in Pforzheim gegründete Unternehmen ist klassisch als Gold- und Silberscheideanstalt gewachsen und bietet heute ein breites Portfolio von Edelmetall-Handel über Edelmetall- und Industrie-Recycling bis zu Halbzeugen und Anwendungen für Schmuck, Uhren, Dental und Industrie; im Recycling werden u. a. edelmetallhaltige Materialien wie Schmuck, Münzen und Zahngold sowie Platin-/Palladium-Reststoffe aufgearbeitet.
Zuletzt stand bei der Gruppe vor allem die Marken-Neuausrichtung im Fokus: Die Heimerle + Meule Group firmiert seit 2024 unter dem Gruppennamen HM Precious Metals – verbunden mit einem überarbeiteten Markenauftritt und einer klareren Markenstruktur; im September 2024 folgte der Launch einer neuen Gruppenwebsite. HM Precious Metals zählt inzwischen zu den größten Edelmetallverarbeitern weltweit – mit über 1.500 Mitarbeitenden an Standorten in neun Ländern.
Das ZukunftsForum Edelmetalle als Forum - auch für Sie !
Das ZukunftsForum Edelmetalle bietet Unternehmen und Institutionen die Möglichkeit, sich als Partner zu präsentieren und die Veranstaltung aktiv mitzugestalten. Partnerschaften ermöglichen Sichtbarkeit vor einem hochrelevanten Fachpublikum, eine prominente Platzierung in den Kommunikationskanälen sowie Zugang zu exklusiven Austauschformaten. Sie möchten die Zukunft des Edelmetallmarktes mitprägen und Ihre Expertise in einem professionellen Umfeld einbringen? Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme und stellen Ihnen gern die verschiedenen Modelle vor.
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Jetzt buchen: Tickets und exklusives Hotelkontingent für das ZukunftsForum Edelmetalle 2026 verfügbar
Für das ZukunftsForum Edelmetalle 2026, das am 23. und 24. März 2026 mit Vorprogramm am 22. März stattfindet, können ab sofort Tickets erworben werden. Die Veranstaltung bringt führende Köpfe aus den Bereichen Investment, Banken, Edelmetallhandel, Industrie, Recycling und Forschung zusammen und bietet einen kompakten Überblick über die aktuellen zentralen Markttrends. Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben einen unmittelbaren Zugang zu Fachvorträgen, Panels und Networking-Formaten, die einen direkten Austausch mit Expertinnen und Experten ermöglichen. Frühzeitige Buchungen sichern nicht nur die Teilnahme, sondern auch die bestmögliche Planung für Ihr persönliches Programm.
Ihr zusätzlicher Vorteil: Mit Ihrer Ticketbuchung erhalten Sie zudem einen Link, über den Sie auf das begrenzte Zimmerkontingent unserer Partnerhotels, wahlweise NH Collection Frankfurt Spin Tower oder nhow Frankfurt, zugreifen können. Nutzen Sie die Gelegenheit, direkt nach dem Ticketkauf auch Ihr Hotelzimmer zur exklusiven Event-Rate von nur 139 Euro inklusive Frühstück zu buchen !
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